Kleiner Raum für aktuelles Nichts

 

Andreas Schulze UNTITLED 2019

28.09.2019 – 19.10.2019

 

 

 

 

 

About

2016 begann Michael Disqué mit der Arbeit Archiv für aktuelles Nichts. Das Projekt entstand aus dem Interesse an der Beschäftigung mit dem Nichts – das sich für ihn in einer Ästhetik des Nebensächlichen, des Wertlosen, des Hinterlassenen ausdrückt.
Es handelt sich um eine umfassende, permanent wachsende Sammlung von Fotografien, skulpturalen Objekten und Collagen. Mittlerweile ist ein umfangreiches Archiv entstanden, das Ausdruck seiner Suche nach dem nicht Fassbaren, Verborgenen ist und zugleich Fragen der Aneignung und Umwertung aufwirft, wie sie bei der Verlagerung von Fundstücken in einen Kunstraum automatisch entstehen.
Um diese Fragen gemeinsam zu diskutieren und mit anderen Positionen kurzzuschließen, entstand Anfang 2017 der Kleine Raum für aktuelles Nichts, ein 8qm großer Raum in Berlin-Kreuzberg.
Seit Ende 2019 ist Anna-Lena Wenzel mit dabei. Sie ist Künstlerin und Autorin und fokussiert in ihrer Arbeit auf das Unspektakuläre, was uns täglich umgibt: sei es in ihrer Straßenfundstücksammlung, in ihrem Stadtmagazin 99% Urban oder in ihrem Radiosalon für Alltägliches. Gemeinsam ist ihnen das Interesse an fein-präzisen nicht-lauten Dingen, an nahbaren- und doch nicht leicht zu identifizierbaren Arbeitsweisen, denen sie im Kleinen Raum für aktuelles Nichts in Formaten wie Ausstellungen, Performances und Lesungen Raum geben.

 

In 2016, Michael Disqué began his work Archiv für aktuelles Nichts (Archive for Contemporary Nothing). The project arose out of an interest in dealing with nothing – which for him expresses itself in an aesthetic of the trivial, the worthless, the bequeathed.
It is a comprehensive, permanently growing collection of photographs, sculptural objects, and collages. In the meantime, an extensive archive has been created that expresses his search for the incomprehensible, the hidden, and at the same time raises questions of appropriation and revaluation, as they automatically arise when found objects are relocated into an art space.
In order to discuss these questions and short-circuit them with other positions, the Kleine Raum für aktuelles Nichts (Tiny Space for Contemporary Nothing) was created in 2017, an 8 square metre space in Berlin-Kreuzberg.
Anna-Lena Wenzel has been part of it since the end of 2019. She is an artist and author and focuses in her work on the unspectacular that surrounds us every day: be it in her collection of street finds, in her city magazine 99% Urban or in her radio salon for the everyday. What they have in common is an interest in fine-precise, noiseless things, in approachable and yet not easily identifiable ways of working, to which they give space in formats such as exhibitions, performances, and readings at the Kleine Raum für aktuelles Nichts.